Häufige Fragen zur Wuppertalbewegung e.V. / Nordbahntrasse

1. Historie

  1. Wann wurde die Trasse gebaut?
  2. Warum wurde die Trasse gebaut?
  3. Wann wurde die Trasse stillgelegt?
  4. Warum wurde die Trasse stillgelegt?
  5. Woher kommt der Name „Nordbahntrasse“?

2. Nutzung

  1. Warum baute man einen Fuß-, Rad- und Skaterweg und nutzt die Strecke nicht als Nahverkehrsweg?
  2. Warum baut man keine Museumsbahn?
  3. Warum hat man nicht wenigstens die Gleise liegen gelassen, um eventuell eine Museumsbahn oder Draisine parallel zu betreiben?
  4. Welche Veranstaltungen gibt es entlang der Trasse?

3. Umbau

  1. Wann wird die Trasse fertig?
  2. Wer hat die Trasse gebaut?

4. Ausstattung

  1. Warum ist die Trasse unterschiedlich breit und befestigt?
  2. Ist die Trasse zu breit?
  3. Wie verhindert man, dass sich Fußgänger, Radfahrer und Skater ins Gehege kommen?
  4. Wo kommt man auf die Trasse?
  5. Welchen Rechtscharakter hat die Trasse nach der Fertigstellung?

5. Finanzierung

  1. Was hat der Umbau gekostet?
  2. Wer hat die Kosten aufgebracht?
  3. Warum wird das Geld bei der aktuellen desolaten Finanzlage der Stadt nicht für wichtigere Projekte eingesetzt?
  4. Ist das Ganze nicht ein bisschen viel Geld für einen Radweg?
  5. Warum sind weitere Spenden wichtig?

6. Betrieb und Unterhaltung

  1. Wer betreibt die Trasse nach der Fertigstellung?
  2. Wie heißt die Strecke?
  3. Gibt es so etwas wie einen Wachdienst auf der Trasse?
  4. Welche Sicherheitseinrichtungen gibt es auf der Trasse?

7. Draisinenstrecke

  1. Wieso gibt es überhaupt die Draisinenstrecke?
  2. Warum kostet die Draisinenfahrt nichts?
  3. Was hat die Gruppe Eisenbahngeschichte mit der Draisinenstrecke zu tun?

8. WUPPERTALBEWEGUNG e.V.

  1. Wann wurde der Verein gegründet?
  2. Wer hat den Verein gegründet?
  3. Wie viele Mitglieder bzw. Unterstützer hat der Verein?
  4. Welche Ziele hat der Verein?
  5. Wie kann ich mitmachen?
  6. Was kostet eine Mitgliedschaft?

 1. Historie

  1. Wann wurde die Trasse gebaut?
    Sie wurde ab 1873 gebaut und 1879 in Betrieb genommen.
  2. Warum wurde die Trasse gebaut?
    Sie wurde von der Rheinischen Eisenbahngesellschaft in Konkurrenz zur im Tal verlaufenden Route Elberfeld – Dortmund der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft gebaut. Damit wurde eine Direktverbindung zwischen Dortmund-Hörde und Düsseldorf geschaffen.
  3. Wann wurde die Trasse stillgelegt?
    Im Jahre 1991 wurde der Personenverkehr eingestellt. Acht Jahre später fuhr der letzte Güterzug.
  4. Warum wurde die Trasse stillgelegt?
    Die Rheinische verlor mit dem Ausbau der Bergisch-Märkischen Strecke zunehmend an Bedeutung. Diese weitgehend parallel verlaufende Bahnlinie im Tal in Richtung Köln, Schwebebahn und Busse setzten sich im Wettbewerb durch. Der teure Betrieb der Strecke hatte sich nicht mehr gelohnt.
  5. Woher kommt der Name „Nordbahntrasse“?
    Die Eisenbahnstrecke führte 16 Kilometer über die Nordhöhen Wuppertals. Das brachte ihr den Namen „Nordbahn“ ein.

2. Nutzung

  1. Warum baut man einen Fuß-, Rad- und Skateweg und nutzt nicht die Strecke als Nahverkehrsweg?
    Durch die parallel verlaufende Bergisch-Märkische-Strecke, die Schwebebahn und gute Busverbindungen ist der Betrieb der Rheinischen Strecke für den Nahverkehr nicht rentabel – das war bereits viele Jahre vor der Stilllegung der Fall. Die Stadt muss an allen Ecken und Enden sparen und da die Nordbahntrasse zwar schön, aber verkehrstechnisch nicht notwendig ist, ist der Betrieb undenkbar. Wer eine Fahrkarte von Elberfeld nach Barmen kauft, zahlt 2,70 Euro. Das finden viele schon zu teuer, aber in jeder Fahrkarte stecken Subventionen, denn für 2,70 Euro würde sich weder der Bus noch der Fahrer finanzieren lassen. Für die Nordbahn würde das Gleiche gelten, bloß in ganz anderen Dimensionen. Ein Bahnbetrieb würde bedeuten, dass unsere knappen Steuermittel an anderer Stelle in der Stadt fehlen, ohne dass es für die breite Masse der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger einen Mobilitätsvorteil bringen würde.
  2. Warum baut man keine Museumsbahn?
    Schon beim Bau der Strecke vor 130 Jahren zeichnete sich ihr finanzieller Aufwand wegen der vielen Viadukte und Tunnel ab. Der Betrieb einer Museumsbahn müsste Eintrittsgelder verlangen, mit denen sich die Instandhaltung aller Bauwerke, der Strecke, der Züge und des Personals decken ließen. Das wäre hätte keinen zufriedenstellenden Fahrpreis zur Folge und über kurz oder lang würde die Insolvenz drohen.
  3. Warum hat man nicht wenigstens die Gleise liegen gelassen, um eventuell eine Museumsbahn oder Draisine parallel zu betreiben?
    Hierbei handelt es sich um eine sehr häufige und facettenreiche Frage: Zunächst einmal gehörten alle Grundstücke der Strecke der Deutschen Bahn bzw. der Tochtergesellschaft Aurelis. Die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. hat diese Grundstücke gekauft, die an vielen Stellen, gerade an den Bahnhöfen, sehr wertvoll sind. Zusätzliche drei Meter Wegfläche für Fußweg, Radweg und Gleisprofil hätte den Kaufpreis noch weiter steigen und weniger Gestaltungsfreiräume gelassen. Zudem hätten die Gleise verschoben werden müssen (beispielsweise auf dem Kuhler Viadukt über dem Steinweg, wo das Gleis zuletzt mittig lag), was ein Bagger und bzw. die Kräfte des Zweiten Arbeitsmarktes nicht hätten leisten können. Für die Hälfte der Trassenzugänge hätte ein Bahnübergang gebaut werden müssen. Eine Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern durch Schienenfahrzeuge wäre also nicht auszuschließen gewesen.
    Ein weiteres Problem sind die Viadukte, denn sie müssen allesamt von oben abgedichtet werden. So hätte die Gleisanlage durch Spezialkräfte komplett ausgebaut und anschließend wieder eingebaut werden müssen. Das hätte das Schweißen der Schienen, Austauschen defekter Schwellen und weniger Platz für den Bauverkehr zur Folge gehabt. In den Tunneln wäre das nächste Problem aufgetaucht, da sie für zwei Gleise ausgelegt sind. Auf die freie Fläche eines Gleises passt kein sechs Meter breiter Fuß-, Rad- und Skateweg. Den Weg dort zu verjüngen hätte eine Stau- und Unfallgefahr bedeutet.
    Das letzte und letztendlich auch schlagende Argument sind allerdings die Kosten, denn der Erhalt der Strecke als Fuß-, Rad- und Skateweg und der damit verbundene Kauf von der Deutschen Bahn lässt sich finanziell nur durch den Verkauf der Gleisanlagen stemmen. Jeder Meter Gleis musste bezahlt werden und das, wo das Geld für den Wegebau äußerst knapp bemessen war.
    Fest steht: Hätte man die Nordbahntrasse nicht gebaut, wäre die Strecke weiter verrottet und die imposanten Viadukte und Tunnel abgerissen bzw. zugeschüttet worden. EU-Mittel für eine Museumsbahn in dem Umfang wie für einen Fuß-, Rad- und Skateweg zu bekommen, ist unmöglich, da sie sich nicht mit dem öffentlichen Interesse deckt. Auch wenn die Stilllegung der Bahnstrecke für viele eine traurige Wahrheit ist, sollten wir uns freuen, dass unsere Nordbahn weiterhin mit allen Bahnhöfen und Aussichten erfahren und genutzt werden kann – nur eben nicht in einem Zug.
  4. Welche Veranstaltungen gibt es entlang der Trasse?
    In Laufe der letzten Jahre haben sich offene und geschlossene, ideelle wie auch kommerzielle Veranstaltungen herauskristallisiert, die sich bei Bürgerinnen und Bürgern größter Beliebtheit erfreuen und die Nordbahntrasse, regional wie überregional, zu einem »Ort der Begegnung« machen. Veranstalter können viele sein: Vereine, Schulen, Unternehmen, Privatpersonen oder auch die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. Zu den Details.

3. Umbau

  1. Seit wann ist die Trasse fertig?
    Am 19. Dezember 2014 wurde die Nordbahntrasse von WUPPERTALBEWEGUNG e.V. und Stadt gemeinsam eingeweiht. Seit dem Einhub der Brücke Bracken am 24. April 2015 ist die Strecke auf 23 Kilometern durchgehend nutzbar. Fertig ist sie dann allerdings noch nicht: die unterseitige Sanierung der Viadukte wurde von der Stadt verschoben, ebenso die Sanierung bzw. Erneuerung von Brücken. Einen festen Zeitplan dafür gibt es nicht. Die dafür notwendigen Mittel (vier Millionen Euro) müssen aus dem allgemeinen städtischen Haushalt finanziert werden und sich damit in die normale Prioritätenfolge einreihen. Zu den Details.
  2. Wer hat die Trasse gebaut?
    Im Förderbereich II (Schleswiger Straße bis Rott) die Wuppertaler Nordbahntrassen GmbH, eine gemeinnützige Zweckgesellschaft als hundertprozentige Tochtergesellschaft der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. In den übrigen Bereichen hat die Stadt Wuppertal die Bauherrenschaft für sich reklamiert. Bürgerschaftliche Unterstützung und auch der Zweite Arbeitsmarkt haben erheblich beigetragen. Zu den Details.

4. Ausstattung

  1. Warum ist die Trasse unterschiedlich breit und befestigt?
    Die ursprüngliche Zielsetzung der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. war, die ganze Strecke bei einer Gesamtbreite von sechs Metern auf einer Breite von vier Metern für Radfahrer zu asphaltieren und auf einer Breite von zwei Metern für Fußgänger zu pflastern. Dies ist im innerstädtischen Bereich realisiert worden, womit die Nordbahntrasse dort die meisten Kriterien für einen Radschnellweg erfüllt (siehe Katalog des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW). Die Trasse ist dort mehr als doppelt so breit wie herkömmliche Radwege und bietet den diversen Nutzergruppen Platz für ein ungestörtes Miteinander. Durch die unterschiedlichen Oberflächenbeläge (Asphalt, Pflaster) wird automatisch eine Trennung der Verkehrsteilnehmer erreicht. Aus Kostengründen hat die Stadt in den Außenbereichen die Breite auf vier bzw. drei Meter reduziert.
  2. Ist die Trasse zu breit?
    Nein. Das Verkehrsbedürfnis ist extrem hoch.
  3. Wie verhindert man, dass sich Fußgänger, Radfahrer und Skater ins Gehege kommen?
    Durch die zwei unterschiedlichen Beläge (Asphalt, Pflaster) wird sich hoffentlich weitgehend eine natürliche Trennung einstellen. Weder Radfahrer noch Skater fahren freiwillig auf Pflaster, wenn daneben Asphalt liegt. Durch Fahrbahnmarkierungen, Schilder und Aufklärungsaktionen wird zusätzlich auf die Trennung der Verkehre aufmerksam gemacht.
  4. Wo kommt man auf die Trasse?
    Zugänge gibt es nicht nur an den bisherigen Bahnhöfen, sondern an zahlreichen Punkten über die gesamte Länge verteilt. Zu den Details.
  5. Welchen Rechtscharakter hat die Trasse ?
    2015 hat die Stadt die Trasse als öffentlichen Weg für den nichtmotorisierten Verkehr und Pedelecs gewidmet. Es gilt deshalb die allgemeine Straßenverkehrsordnung (StVO) der Stadt Wuppertal.

5. Finanzierung

  1. Was hat der Umbau gekostet?
    Bisher rund 30 Millionen Euro.
  2. Wer hat die Kosten aufgebracht?
    Das Projekt erhält Fördermittel in Höhe von rund 21 Millionen Euro aus Landes-, Bundes- und EU-Fördermitteln. Die notwendigen Eigenmittel hat die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. durch großzügige Spenden von Stiftungen, Unternehmen, aber auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern erbracht. Erfreulicherweise wurden die erheblichen Leistungen des Zweiten Arbeitsmarktes ebenfalls als Eigenmittel anerkannt.
  3. Warum wurde das Geld bei der aktuellen desolaten Finanzlage der Stadt nicht für wichtigere Projekte eingesetzt?
    Man sollte klar unterscheiden, woher das Geld kommt. Es gibt so viele verschiedene Interessen, wie es Menschen in Wuppertal gibt. Einige wollen intakte Straßen, andere einen Umbau des Döppersbergs. Fest steht: Mit dem Projekt Nordbahntrasse wird kein Geld der Stadt vergeudet, denn der finanzielle Aufwand wird neben den Spenden von Zuschüssen gedeckt, die es nur für ein solches Projekt gibt. Eine anderweitige Verwendung der Fördermittel war nicht möglich, denn diese wurden exklusiv für die Nordbahntrasse als Fuß-, Rad- und Skateweg zur Verfügung gestellt. Das bedeutet gleichzeitig, dass dieses Geld auch an keiner anderen Stelle fehlt. Vielmehr tut die Nordbahntrasse als Freizeit- und Verkehrsweg etwas für das Image der Stadt. So kann der Wuppertaler Bürger auch bei kleinstem Interesse an seiner Stadt nur gewinnen. Übrigens: Es steht jedem Bürger frei, eine eigene Bürgerbewegung zu gründen und im jeweiligen Interesse für Spenden und Zuschüsse zu werben.
  4. Ist das Ganze nicht ein bisschen viel Geld für einen Freizeitweg?
    Die Trasse ist viel mehr als ein Freizeitweg. Sie ist eine Alternative zu Bus und Bahn und natürlich zum Auto, 23 Kilometer flach und nahezu kreuzungsfrei quer durch das Stadtgebiet. Wuppertal leidet nicht nur seit dem Döppersberg-Umbau und der einhergehenden Sperrung der Bundesstraße 7 an einer akuten Stauproblematik. Jeder Radfahrer ist ein Autofahrer weniger.
    Schon jetzt nutzen hunderte Menschen die Trasse als täglichen Arbeitsweg. In ihrer unmittelbaren Nähe befinden sich außerdem viele Schulen. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet die Nutzung eine Erleichterung und Verkürzung ihres Schulweges bei gleichzeitiger Erhöhung ihrer Sicherheit.
    Vor allem stellt die Trasse aber einen Ort der Begegnung dar: Jung und Alt, Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, aus allen sozialen Schichten und Stadtteilen begegnen sich: in den Cafés, auf den Rastplätzen sowie bei sportlichen, kulturellen und kulinarischen Veranstaltungen.
    Insgesamt ist die Trasse ein Kristallisationspunkt für Wachstum. Mit Investitionen in Höhe von rund 30 Millionen Euro für 23 Kilometer kostet sie ein Bruchteil dessen, was für die Rheinpromenade in der Düsseldorfer Altstadt investiert wurde.
  5. Warum sind weitere Spenden wichtig?
    Über Spenden wurden die für das Projekt notwendigen Eigenmittel eingeworben. Alle zukünftigen Spenden fließen in den weiteren Ausbau der Trasse, inklusive der Möblierung (Bänke, Tische, Fahrradbügel etc.). Gerade betreibt die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. den zusätzlichen Umbau der Schwarzbachtrasse nach Langerfeld.

    Die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. arbeitet hundertprozentig ehrenamtlich.

6. Betrieb und Unterhaltung

  1. Wer betreibt die Trasse nach der Fertigstellung?
    Ursprünglich sollten die Wuppertaler Nordbahntrassen GmbH und mittelbar die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. die Trasse mit vielfältiger Unterstützung durch den Zweiten Arbeitsmarkt, Streckenpaten, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen für 20 Jahre unterhalten und die Verkehrssicherung übernehmen. Inzwischen hat die Stadt entschieden, selbst für die Verkehrssicherung verantwortlich zeichnen. Die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. wird sich weiterhin in den Betrieb und die Unterhaltung einbringen, damit die Trasse niccht verkommtund im Gegenteil weiterentwickelt wird. Sie hat hierzu feste Vereinbarungen mit der Stadt getroffen. Zu den Details.
  2. Wie heißt die Strecke?
    Die Nordbahntrasse ist offiziell nach dem größten Sponsor, der Jackstädt-Stiftung, in „Jackstädtweg“ benannt worden. Sie ist Bestandteil des Panorama-Radwegenetzes, das die ehemaligen Bahntrassen im Bergischen Land, im südlichen Ruhrgebiet und im Sauerland miteinander verbindet und Anschlüsse an die beliebten Flussradwege an Rhein, Ruhr und Sieg schafft. Zu den Details.
  3. Gibt es so etwas wie einen Wachdienst auf der Trasse?
    Nein, wie auf allen Straßen in Wuppertal sorgen Polizei und Ordnungsamt für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
  4. Welche Sicherheitseinrichtungen gibt es auf der Trasse?
    Der innerstädtische sowie der westliche außerstädtische Bereich der Trasse ist mit einer modernen LED- Straßenbeleuchtung ausgestattet. Die Tunnel sind Tag und Nacht (mit kleinen Ausnahmen zum Schutz der Fledermäuse) beleuchtet. Die unterschiedliche Farbgestaltung der Tunnelbeleuchtung dient der Orientierung, insbesondere in Notfällen, so dass die Notrufzentralen im Falle eines Anrufs wissen, in welchem Tunnel Hilfe notwendig ist: Der Tunnel Dorrenberg ist rot beleuchtet, blaues Licht umfängt Spaziergänger und Radler beim Betreten des Tunnels Engelberg, während gelbe Leuchten den Tunnel Dorp erhellen und der Rotter Tunnel in Pink erstrahlt. In kurzen Abständen sind Hinweistafeln mit Notrufnummern und Standortangaben angebracht.
    Die Geländer an den Viadukten und Brücken sind erhöht, so dass sie – im Rahmen des Möglichen – absturzsicher sind. Der Schotter ist von den Viadukten entfernt, so dass vor allem für Kinder keine Versuchung entsteht, ihn herunterzuwerfen.
    Der Anregung der WUPPERTALBEWEGUNG e.V., unter Ausnutzung der vorhandenen Beleuchtungseinrichtungen an neuralgischen Punkten Videokameras anzubringen – natürlich mit entsprechendem Datenschutzkonzept – ist die Stadt nicht gefolgt. Es bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidung sich nicht einmal als falsch herausstellen wird. Die Nordbahntrasse muss ein Verkehrsweg sein und bleiben, auf dem sich die Bürgerinnen und Bürger aller Altersstufen und Geschlechter sicher fühlen.

7. Draisinenstrecke

  1. Wieso gibt es überhaupt die Draisinenstrecke?
    Unser Draisinengleis am Bahnhof Loh hat einen angenehmen Vorteil, denn es verläuft über mehr als die Hälfte des Weges auf einem Grundstück, das entweder nicht für die Industrie nutzbar ist oder sogar der Stadt gehört. Zudem behindert es nicht den Betrieb auf dem Fuß-, Rad- und Skateweg und die Gleisanlage ist in gutem Zustand. Nachdem sich bis kurz vor dem Rückbau der Schienen niemand gefunden hatte, der sich für den Erhalt der Gleise einsetzte, haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. ein Konzept zum Erhalt eines Gleisstücks für eine Draisinenkurzstrecke erarbeitet und das Projekt inzwischen in die Tat umgesetzt. Zu den Details.
  2. Warum kostet die Draisinenfahrt nichts?
    Zunächst einmal möchten wir allen Mitbürgern die Möglichkeit einer Draisinenfahrt geben. Zudem empfindet jeder die Fahrtstrecke anders und wir möchten vermeiden, dass einzelne Fahrer unsere Preise zu hoch oder zu niedrig empfinden. Wir möchten, dass jeder selbst entscheidet, wie viel ihm eine Fahrt wert ist und sind daher für jede Spende in beliebiger Höhe dankbar. Zahlen Sie, was Sie zahlen möchten und denken Sie daran, dass jede Spende ausschließlich dem Material zu Gute kommt, das wir benötigen, um die Strecke betreiben und gestalten zu können. Unser Einsatz, oftmals mehrere Stunden täglich, erfolgt ehrenamtlich.
  3. Was hat die Gruppe Eisenbahngeschichte mit der Draisinenstrecke zu tun?
    Anfangs existierte nur die Gruppe Eisenbahngeschichte, deren Ziel es ist, den historischen Charakter der Rheinischen Strecke zu erhalten. An vielen Stellen soll gestalterisch erinnert werden, dass die Eisenbahnlinie eine 130-jährige Geschichte hat. Diese soll durch den Fuß-, Rad- und Wanderweg nicht verloren gehen, weshalb neben vollständigen Bahnhöfen (Loh und Wichlinghausen) und Haltepunkten originale Teile aus der Zeit der Rheinischen Strecke gesichert, restauriert und wieder aufgestellt wurden. Darunter sind zum Beispiel Kilometersteine, Signale und die Beschilderungen der Bahnhöfe sowie Bahnhofsuhren. Was liegt aber näher, als einen ganzen Schienenstrang an originaler Position zu erhalten und ihn in Gedenken an die Zeit der Züge auszubauen? Bei der Demontage der Weichenteile im Bereich Loh kam uns diese Idee, wir haben sie weiterverfolgt und darum gekämpft, dieses Teilstück zu erhalten. Um es mit Leben zu füllen, ist die Draisinenfahrt natürlich eine gefundene Lösung und so ist in vielen Konferenzen und mit vielen Plänen und Berechnungen die Draisinenstrecke mit dazugehöriger Arbeitsgruppe entstanden. Zu den Details.

8. WUPPERTALBEWEGUNG e.V.

  1. Wann wurde der Verein gegründet?
    Am 6. Februar 2006.
  2. Wer hat den Verein gegründet?
    21 Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger.
  3. Wie viele Mitglieder bzw. Unterstützer hat der Verein?
    Etwa 1.300 Mitglieder und über 3.500 aktive Unterstützer (Mitglieder, Spender, tatkräftige Helfer).
  4. Welche Ziele hat der Verein?
    Wir engagieren uns satzungsgemäß im Rahmen sehr konkreter Projekte für die Stadt Wuppertal. Diese Projekte sollen einen hohen praktischen und nachhaltigen Wert für alle Bevölkerungsgruppen aufweisen. Zu den Details.
  5. Wie kann ich mitmachen?
    Durch Mitgliedschaft im Verein und/oder tatkräftige Mitarbeit bei Bürgeraktionen oder in der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte oder durch Spenden. Schicken Sie eine E-Mail an carsten.gerhardt(at)wuppertalbewegung.de. Zu den Details.
  6. Was kostet eine Mitgliedschaft?
    15 Euro im Jahr.