DRAISINEN
TRASSE
Draisine fahren am Bahnhof Loh

Eine ganz besondere Attraktion der Nordbahntrasse ist die Draisinenstrecke am Loh.
Die Arbeitsgruppe »Eisenbahngeschichte« der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. baute und betreibt sie seit 2010 ehrenamtlich am alten Bahnhof Wuppertal-Loh, Rudolfstraße 125, zwischen der Buchenstraße und dem Anschlussgleis Richtung Clausen. Mehr als 10.000 Besucher nahm sie bereits mit auf die Reise über die 1,6 km lange Draisinenstrecke auf ehemaligen Gleisen der Rheinischen Eisenbahn.


Geschichte der Draisinenstrecke

Der heutige Draisinenbahnhof und zentrale Zugangspunkt zum Fuß-, Rad- und Skateweg Nordbahntrasse im Wuppertaler Stadtteil Barmen hat eine über 130-jährige Geschichte. Damals, 1879, war Barmen noch kein Stadtteil, sondern die eigenständige Stadt Barmen, deren westlichster Bahnhof an der Rheinischen Strecke »Unter-Barmen« hieß. Zehn Jahre später kam der Bahnhof zum Namen »Barmen-Loh« und schon ab 1930 wurde der Bahnhof im Zuge des Städtezusammenschlusses zum heutigen »Wuppertal-Loh« umbenannt.

Der Bahnhof hatte neben drei Personengleisen auch einen großen Gütertrakt mit Ladestraßen und einen Gleisanschluss der Kleinbahn der Wuppertaler Stadtwerke »Loh-Hatzfeld«, die in früherer Zeit noch »Barmer Schlachthofbahn« hieß. Von 1894 bis 1980 wurde über diesen Gleisanschluss zunächst der Schlachthof Schützenstraße bedient. Später kamen noch sechs große Werksanbindungen bis nach Hatzfeld hinzu. Unter anderem Raab Karcher, Herberts, Siller & Jamart und sogar das Elektrizitätswerk Barmen wurden damals von den elektrischen WSW-Bahnen bedient und die Ladung am Bahnhof Loh übergeben. Das Viadukt der Kleinbahn Loh-Hatzfeld sieht man heute noch über der Schönebecker Straße.
Wo früher schwere Lokomotiven verkehrten, fährt heute die Draisine.
Neben diesem Gleisanschluss existierte allerdings auch noch ein weiterer in westlicher Richtung: Der Privatgleisanschluss der Stadt Wuppertal am Bahnhof Loh schaffte den Firmen Thielenhaus, Happich und der Konsumgenossenschaft eine Verbindung ans Netz der Nordbahn und war der längste Privatanschluss entlang der Rheinischen Strecke. Mit drei Bahnübergängen, dreizehn Weichen und neun Abstell- und Ladegleisen war der Gleisanschluss bis in das neue Gebäude der Konsumgenossenschaft verzweigt und bekam allein daher interessante Ausmaße für einen Privatanschluss.
Da dieser Gleisanschluss zum Teil noch liegt und nicht die Planung des Fuß-, Rad- und Skatewegs tangiert, haben wir ihm die heutige Draisinenstrecke der Nordbahntrasse zu verdanken. Dort wo damals Industriewaren und Lebensmittel rege verschoben und verladen wurden, laden wir Sie heute ein, die Geschichte selbst zu erfahren.
Der Anschluss an das Industriegebiet Clausen (1978) …
… dient heute als Draisinenstrecke (2010).