DENKMALLOK
Die Kleinbahn Loh-Hatzfeld
Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) betrieben von 1894 bis 1980 die Kleinbahn Loh-Hatzfeld, eine rund 4,5 km lange Güterstrecke, ausgehend vom Bahnhof Wuppertal-Loh.

Zunächst diente die Strecke der Belieferung des Schlachthofs Carnaper-/Schützenstraße der Stadt Barmen und wurde daher oft „Schlachthofbahn“ genannt. Später wurde sie als Gleisanschluss weiterer Industrie rund um Hatzfeld (Herberts-Lacke, Raab Karcher, Joest und viele weitere) ausgebaut.
1920 wurde die Strecke nochmals bis zum Wasserturm auf Hatzfeld verlängert um Siller & Jamart einen Gleisanschluss einzurichten.

Ebenfalls wurde, ausgehend von dieser Strecke, auch das Kraftwerk am Clef in Barmen mit Kohle beliefert. Dazu wurde die mit Staatsbahnwaggons angelieferte Kohle am Bahnhof Schlachthof mit einem Becherwerk auf Waggons der städtischen Bahn umgeladen und von dort dann über Straßenbahngleise zum Kraftwerk gebracht.

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Die Kleinbahn Loh-Hatzfeld
Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) betrieben von 1894 bis 1980 die Kleinbahn Loh-Hatzfeld, eine rund 4,5 km lange Güterstrecke, ausgehend vom Bahnhof Wuppertal-Loh.

Zunächst diente die Strecke der Belieferung des Schlachthofs Carnaper-/Schützenstraße der Stadt Barmen und wurde daher oft „Schlachthofbahn“ genannt. Später wurde sie als Gleisanschluss weiterer Industrie rund um Hatzfeld (Herberts-Lacke, Raab Karcher, Joest und viele weitere) ausgebaut.
1920 wurde die Strecke nochmals bis zum Wasserturm auf Hatzfeld verlängert um Siller & Jamart einen Gleisanschluss einzurichten.

Ebenfalls wurde, ausgehend von dieser Strecke, auch das Kraftwerk am Clef in Barmen mit Kohle beliefert. Dazu wurde die mit Staatsbahnwaggons angelieferte Kohle am Bahnhof Schlachthof mit einem Becherwerk auf Waggons der städtischen Bahn umgeladen und von dort dann über Straßenbahngleise zum Kraftwerk gebracht.

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Unsere Denkmallok im Draisinenbahnhof Wuppertal-Loh...
...wurde im Jahr 1910 von der Maschinenfabrik J. A. Maffei in München gebaut, die elektrische Ausrüstung kam von den Siemens-Schuckert-Werken. Die 608 ist die zweite jemals bei J. A. Maffei gebaute Elektrolokomotive. Sie blieb ein absolutes Einzelstück.

Sie wurde als Lok Nr. 1 bei der "Barmer Straßenbahn" eingereiht.
Später bekam sie die Bezeichnung 608, die Ende der 70er Jahre auf die Bezeichnung 3608 geändert wurde.

Danach wurden zwei weitere Lokomotiven für die Kleinbahn Loh - Hatzfeld beschafft:
Lok 2: Baujahr 1912 von Maffei/AEG, später Lok 609 bzw. WSW 3609, Spitzname "Dicke Berta", verschrottet 2006
Lok 3: Baujahr 1931 von Schöndorff/AEG, später Lok 610, verschrottet 1963

Im Jahr 1980 wurde die Lok 608 an Stern & Hafferl in Österreich verkauft und dort weitere 43 Jahre eingesetzt. 2023 endete ihre Betriebszeit nach insgesamt 113 Jahren.
Dank intensivem, ehrenamtlichen Engagement und vielen Sponsoren konnte die Lok zurück nach Wuppertal geholt werden und dient seitdem als Denkmal für eine bewegte Stadt- und Industriegeschichte.

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Höchstgeschwindigkeit
40km/h
Dienstgewicht
33t
Bremsgewichte P 21t oder G 13t
Stundenleistung
bis 280kW
48kW (WSW) / 70kW (SuH) pro Achse
Fahrdrahtspannung
bis 800V=
550V= (WSW) später 800V= (SuH)
Maße
Länge: 7500mm | Breite: 2140mm
Länge über Puffer (LüP): 8810mm
Stundenzugkraft
51kN
bei 20km/h
Baujahr
1910
durch J.A. Maffei
Antrieb
Vier Tatzlagerfahrmotoren
Achsfolge Bo' Bo'
Die Lok hat — wie der Fachmann sagt — ein "schlankes Lichtraumprofil", denn sie wurde auch für Kohletransporte mit eigens gebauten und extra schmalen Waggons auf Straßenbahngleisen zwischen der Verladestation an der Carnaper Straße und dem Kraftwerk in W-Barmen eingesetzt.
(Foto ca. 1963 mit Schwesterlok 610)
Hier stellt die Lok mit Kohle beladene Waggons zur Umladung auf die kleinen "Straßenbahnwaggons" (links) bereit.
Im Hintergrund die heute noch vorhandene Häuserzeile an der Carnaper Straße, auf dem vorderen Grundstück befindet sich jetzt die neue Konzernzentrale der WSW.
Die Kleinbahn Loh-Hatzfeld - die Geschichte hinter der Denkmallok
Fast 90 Jahre lang prägte eine ungewöhnliche Bahn das Bild der Barmer Nordhöhen: Die Kleinbahn Wuppertal-Loh–Hatzfeld verband den Stadtbahnhof Barmen-Loh mit dem Industrievorort Hatzfeld und war dabei gleichzeitig Straßenbahn, Güterbahn und Kohletransporteur. Große Elektrolokomotiven vor schweren Güterzügen auf Straßenbahngleisen mitten im Stadtverkehr – was heute unvorstellbar klingt, war hier über Jahrzehnte gelebter Alltag.
Vorgeschichte: Die Schlachthofbahn
Die Ursprünge der Kleinbahn reichen bis in die Zeit des rasanten industriellen Wachstums der Stadt Barmen zurück. Ende des 19. Jahrhunderts entstand an der Schützenstraße ein großer städtischer Schlacht- und Viehhof. Um diesen an das Eisenbahnnetz anzubinden, errichtete die Stadt 1892/93 eine normalspurige Anschlussbahn vom Bahnhof Barmen-Loh an der Rheinischen Eisenbahnstrecke.
Die offiziell am 29. Januar 1894 eröffnete Strecke war nur etwa 1,3 Kilometer lang, stellte die Ingenieure aber bereits vor erhebliche Herausforderungen. Um das Seitental der Schönebecker Straße zu überqueren, entstand ein 118 Meter langer sechsbogiger Ziegelviadukt. Dahinter führte die Trasse durch einen tiefen Einschnitt im Schönebecker Busch, unterquerte die Rödiger Straße, kreuzte mit einem großen Bahnübergang die Carnaper Straße samt ihrer Straßenbahngleise, bevor sie den Schlachthof erreichte.
Die Baukosten lagen mit rund 358.000 Mark außergewöhnlich hoch – ein Hinweis darauf, wie schwierig die topografischen Verhältnisse am steilen Nordhang des Wuppertals waren.
Die sogenannte „Schlachthofbahn“ diente zunächst hauptsächlich dem Transport von Schlachtvieh und Kohle. Betrieben wurde sie durch die Preußische Staatseisenbahn, organisatorisch war sie jedoch bereits der Barmer Straßenbahn zugeordnet.

Industrialisierung im Norden Barmer Stadtgebiete
Um die Jahrhundertwende verlagerte sich die industrielle Entwicklung zunehmend auf die nördlichen Höhenlagen rund um Leimbach und Hatzfeld. Gleichzeitig entstanden dort neue Wohngebiete. Zahlreiche Unternehmen benötigten leistungsfähige Transportmöglichkeiten für Rohstoffe und Produkte.
Eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Strecke spielte die Firma Siller & Jamart, ein bedeutender Hersteller von Dampfkesseln und Stahlkonstruktionen. Das Unternehmen plante den Umzug seines Werkes nach Hatzfeld, knüpfte diesen jedoch an die Bedingung eines Eisenbahnanschlusses.
Die Stadt Barmen erkannte die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts. Gleichzeitig sollte die bestehende Straßenbahn vom Schlachthof bis Hatzfeld verlängert werden. So entstand die Idee einer Bahnstrecke, die sowohl Güterverkehr als auch Straßenbahnverkehr aufnehmen konnte.

Planung und Bau der Kleinbahn
1908 genehmigte das preußische Ministerium die Verlängerung der Schlachthofbahn bis Hatzfeld. Die Strecke wurde als elektrisch betriebene, nebenbahnähnliche Kleinbahn konzessioniert.
Der Bahnhof Schlachthof wurde zu einem fünfgleisigen Übergabebahnhof erweitert. Von dort führte die neue Strecke zunächst durch die Schützenstraße und anschließend über die Winchenbachstraße in Richtung Norden. Danach begann der eigentliche Anstieg auf die Hatzfelder Höhen.
Da auf kurzer Distanz rund hundert Höhenmeter überwunden werden mussten, durfte die maximale Steigung aus betrieblichen Gründen nicht zu groß (<1:25) werden. Deshalb erhielt die Strecke bei Mallack einen großen Schleifenbogen, der die Trasse künstlich verlängerte und den Anstieg entschärfte.
Der neue Abschnitt verlief größtenteils auf eigenem Bahnkörper. Entlang der Strecke entstanden Ausweichstellen, Ladegleise und zahlreiche Industrieanschlüsse.
Am 1. September 1911 wurde die neue Kleinbahn Loh–Hatzfeld offiziell in Betrieb genommen. Zwei Tage später begann auch der Straßenbahnbetrieb nach Hatzfeld.
1913 erreichte die Strecke schließlich den endgültigen Endpunkt mit einem Umsetzgleis oberhalb des Hatzfelder Wasserturms sowie den Gleisanschluss an das Werk von Siller & Jamart.

Eine außergewöhnliche Kombination aus Eisenbahn und Straßenbahn
Die Kleinbahn Loh–Hatzfeld war in vieler Hinsicht einzigartig. Zwar handelte es sich technisch um eine Eisenbahn mit normaler Spurweite, gleichzeitig wurde sie aber mit 600 Volt Gleichstrom elektrifiziert und teilweise gemeinsam mit Straßenbahnwagen genutzt.
Täglich wurden Güterwagen vom Staatsbahnhof Loh zum Schlachthof gebracht. Dort übernahmen elektrische Lokomotiven den Weitertransport zu den einzelnen Anschließern entlang der Strecke.
Die Güterzüge bewegten sich oft mit nur 15 km/h durch die engen Gleisbögen und Steigungsstrecken.
Zwischen dem Bahnhof Schlachthof und Hatzfeld verkehrten Straßenbahnzüge und Güterzüge auf denselben Gleisen.
Während tagsüber Straßenbahnwagen Fahrgäste auf die Nordhöhen brachten, mussten sich schwere Güterzüge auf der eingleisigen Strecke in den dichten Fahrplan einfügen.
Unterwegs gab es Kreuzungsstellen an der Wilkhausstraße und der Winchenbachstraße. Für den Betrieb galten detaillierte Dienstvorschriften, die genau regelten, wann Güterzüge ausweichen oder Straßenbahnen passieren lassen mussten.
Anfangs existierten auf der Strecke nicht einmal Signale. Der Betrieb erfolgte mit Wanderscheiben – nur der Fahrzeugführer, der die entsprechende Scheibe besaß, durfte in den eingleisigen Abschnitt einfahren. Erst später wurden Lichtsignale installiert.
Über mehr als fünf Jahrzehnte funktionierte dieses ungewöhnliche Nebeneinander erstaunlich zuverlässig. Im Februar 1956 ereigneten sich innerhalb von drei Tagen zwei Frontalzusammenstöße auf der Strecke, ausgelöst durch Bedienfehler der Lichtsignalanlage. Beim ersten Unfall kamen ein Fahrer und ein Fahrgast ums Leben. Die Lichtsignalanlage wurde erst in den vierziger Jahren eingebaut und erst nach den Unfällen mit Gleiskontakten automatisiert.

Die Kleinbahn im Wandel der Zeit
In den ersten Jahrzehnten entwickelte sich der Verkehr sehr positiv. Vor allem der Schlachthof sowie die zahlreichen Industriebetriebe sorgten für hohe Transportmengen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann jedoch langsam der Niedergang. Immer mehr Unternehmen stellten ihre Transporte auf Lastwagen um. Einige Gleisanschlüsse wurden stillgelegt, andere Betriebe schlossen ganz.
Zwar modernisierten die Wuppertaler Bahnen beziehungsweise später die Wuppertaler Stadtwerke noch in den 1950er Jahren Teile der Infrastruktur. Neue Oberleitungsmasten wurden gesetzt, Signalanlagen installiert und Gleise erneuert. Doch der allgemeine Trend war nicht mehr aufzuhalten.
1963 wurde schließlich die Straßenbahnlinie nach Hatzfeld eingestellt. Damit endete nach über 50 Jahren das außergewöhnliche Nebeneinander von Straßenbahn- und Güterverkehr.
Die Strecke bestand danach nur noch als reine Güterbahn weiter.
Die Industrieanschlüsse entlang der Strecke
Die Kleinbahn Loh–Hatzfeld bildete über Jahrzehnte das industrielle Rückgrat des Barmer Nordens und erschloss eine beeindruckende Vielfalt unterschiedlichster Betriebe. Entlang der Strecke lagen zeitweise mehr als ein Dutzend Anschlussgleise, über die Stahlbauunternehmen, Ziegeleien, Chemiefabriken, Speditionen, Kohlenhändler, Lagerhäuser, Baustofffirmen und kommunale Einrichtungen direkt an das Eisenbahnnetz angebunden waren. Bereits die ursprüngliche Schlachthofbahn entwickelte ein beachtliches Verkehrsaufkommen: Schon in den ersten Betriebsjahren wurden jährlich bis zu 30.000 Tiere angeliefert, bis 1912 stieg diese Zahl auf rund 78.000 Tiere pro Jahr an. Der Schlachthof war damit weiterhin einer der wichtigsten Güterkunden der gesamten Strecke.
Schon unmittelbar am Bahnhof Barmen-Loh, noch vor dem Viadukt über die Schönebecker Straße, befanden sich erste Industrieanschlüsse, darunter die Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft, die allein 1913 monatlich etwa 15 Kesselwagen erhielt, sowie große Holzhandlungen wie Wilhelm Gellermann und später Walbrecht & Fernau und Schutte. Im weiteren Streckenverkauf, Entlang der Schönebecker Straße, lagen die Vereinigten Wuppertaler Eisenhütten Dr. Tenge-Spieß AG und später die VEMA Eisenhütten- und Maschinenbau AG. Im Bereich des Bahnhofs Schlachthof, dem Gelände, welches heute durch die WSW genutzt wird, konzentrierte sich eine ganze Ansammlung unterschiedlichster Gewerbebetriebe: Speditionen, Lagerhäuser, Häute- und Fellverarbeitung, die Bergische Talgschmelze, Kohlenhandlungen, öffentliche Ladegleise und sogar Einrichtungen der Stadtverwaltung verfügten über Gleisanschlüsse. Teilweise wurden einzelne Gleise über Drehscheiben oder enge Anschlusskurven bedient – mitten zwischen Straßen, Werkshallen und städtischer Bebauung.
Besonders vielfältig war das Verkehrsaufkommen im Bereich Leimbach und Riescheid. Dort wurden Ziegel, Baustoffe, Stahlkonstruktionen, Maschinenbauteile, Gussprodukte und Schweißkonstruktionen verladen. Die Leimbacher Dampfziegelei Ed. Wülfing & Co., später Hugo Oehm und schließlich Sandkühler, gehörte jahrzehntelang zu den regelmäßigen Nutzern der Bahn. Hinzu kamen Maschinen- und Metallbetriebe wie Rittershaus & Blecher, die Metallgießerei Rautenbach oder später der Schweißbetrieb Gabelin & Co. In Riescheid besaß die bekannte Firma Joest, hervorgegangen aus dem Eisenhoch- und Brückenbau Carl Ritter GmbH, einen bedeutenden Anschluss, der bis zur Stilllegung 1980 regelmäßig bedient wurde.
Der wichtigste Kunde der letzten Betriebsjahrzehnte war jedoch die Farben- und Lackfabrik Dr. Kurt Herberts (heute Axalta Coating Systems) im Bereich Einerngraben. Das Werk entwickelte sich ab 1939 zu einem der größten Anschlussnehmer der Kleinbahn überhaupt und besaß ein weit verzweigtes Anschlussgleissystem mit einer Länge von rund 1,7km mit mehreren Ladegleisen, sieben Weichen innerhalb des Fabrikgeländes und eigener Lok. Täglich wurden dort Kesselwagen, gedeckte Güterwagen und offene Wagen zugestellt und abgeholt. Noch in den letzten Betriebsjahren der Kleinbahn verkehrten werktäglich mehrere Wagenladungen für das Werk und sicherten damit praktisch allein das Fortbestehen der Strecke.
Am Endpunkt in Hatzfeld befand sich schließlich mit Siller & Jamart einer der bedeutendsten Industriebetriebe entlang der Strecke. Das Unternehmen fertigte große Dampfkessel, Stahlträger und schwere Stahlkonstruktionen, die regelmäßig per Bahn transportiert wurden. Die gewaltigen Werkstücke prägten über Jahrzehnte das Bild der Güterzüge auf der Kleinbahn. Der Anschlussvertrag von Siller & Jamart war ursprünglich sogar auf 100 Jahre abgeschlossen worden und musste erst kurz vor der Stilllegung der Strecke gegen erhebliche Entschädigungszahlungen aufgelöst werden.
In ihrer Blütezeit war die Kleinbahn Loh–Hatzfeld damit eine hochkomplexe industrielle Lebensader mit einer außergewöhnlichen Bandbreite an Transportgütern: Schlachtvieh, Kohle, Koks, Stahl, Maschinen, Dampfkessel, Baustoffe, Chemikalien, Farben, Öle, Holz, Gussprodukte und Stückgut aller Art wurden über die Strecke bewegt. Auf engem Raum verband die Bahn große Industrieunternehmen ebenso wie kleinere Gewerbebetriebe mit dem überregionalen Eisenbahnnetz. Trotz ihrer vergleichsweise kurzen Länge entwickelte sich die Kleinbahn dadurch zu einem der interessantesten und vielseitigsten industriellen Verkehrssysteme im Bergischen Land.

Kohleverkehr mitten durch die Innenstadt
Eine Besonderheit von nahezu deutschlandweitem Seltenheitswert war der Kohleverkehr zum Elektrizitätswerk am Clef in Barmen.
Nachdem der ursprüngliche Bahnanschluss des Kraftwerks infolge des viergleisigen Ausbaus der Bergisch-Märkischen Eisenbahnstrecke (wie sie heute noch existiert) weggefallen war, musste ein neuer Transportweg gefunden werden. Ab 1923 wurden Kohlen deshalb vom Bahnhof Schlachthof aus über das Straßenbahnnetz transportiert. Die Kohlenzüge fuhren mitten durch die Straßen Barmer Innenstadt bis zum Kraftwerk.
Da die Straßenbahn ein engeres Lichtraumprofil besaß als normale Eisenbahnstrecken, mussten dafür besondere Fahrzeuge eingesetzt werden, was das besondere, schmale Profil unserer Denkmallok erklärt. Die Güterwagen der Staatsbahn konnten ebenfalls nicht direkt durch die Straßen fahren; die Kohle musste zuvor umgeladen werden.
1931 entstand am Schlachthof hierfür ein spezielles Kohlebecherwerk mit weiteren Gleisen, das die Umladung vereinfachte. Zusätzlich beschaffte man spezielle Selbstentladewagen für den innerstädtischen Kohleverkehr.
Diese Transporte gehörten jahrzehntelang zum alltäglichen Stadtbild Wuppertals und erklären den Schriftzug "Güterzug" auf älteren Fotos der Lok, die mehrere Straßenbahnhaltestellen passieren musste.

Die letzten Jahre
In den 1970er Jahren war die Kleinbahn wirtschaftlich kaum noch tragfähig. Das Transportaufkommen ging kontinuierlich zurück und wurde zumeist auf LKW ausgelagert.
Während Mitte der 1960er Jahre noch rund 28.000 Tonnen Güter jährlich befördert wurden, waren es Ende der 1970er Jahre nur noch etwa 9.000 Tonnen.
Zuletzt wurden im Wesentlichen noch die Anschlüsse von Dr. Kurt Herberts, Joest, Raab-Karcher und Siller & Jamart bedient. Besonders die Firma Dr. Kurt Herberts blieb bis zuletzt ein regelmäßiger Nutzer der Bahn.
Die Wuppertaler Stadtwerke bemühten sich schon länger um die Aufgabe der Strecke. Allerdings bestanden teilweise jahrzehntelange Anschlussverträge, die eine Stilllegung erschwerten.
Erst 1979 gelang es, die letzten Verträge aufzulösen. Teilweise mussten dafür erhebliche Abfindungen gezahlt werden.

Das Ende der Kleinbahn Loh–Hatzfeld
Am 31. Januar 1980 wurden die Wuppertaler Stadtwerke offiziell von ihrer Betriebspflicht entbunden.
Die letzte reguläre Bedienungsfahrt fand am 1. Februar 1980 statt. Zwei Wochen später erfolgte noch eine interne Abschiedsfahrt.
Kurz darauf wurde der Fahrstrom abgeschaltet und mit dem raschen Rückbau der Gleis- und Oberleitungsanlagen begonnen.
Damit endete nach fast 70 Jahren die Geschichte einer der ungewöhnlichsten elektrischen Industriebahnen Deutschlands – einer Bahn, die Eisenbahn, Straßenbahn und städtischen Güterverkehr auf einzigartige Weise miteinander verbunden hatte.

Erkunden Sie Strecke und Gleisanschlüsse auf Google-Maps...
  • Im Jahr 1979 hat sie ihre Arbeit bereits erledigt und fährt als Leerfahrt vom Streckenende am alten Hatzfelder Wasserturm zurück zum Betriebshof in ihren Lokschuppen an der Carnaper Straße.
  • Auf der Strecke musste die Lok bis zu 14 Gleisanschlüsse von Firmen mit Güterwaggons bedienen.
  • Bis 1963 für die Lok auch auf gemeinsamen Strecken mit der Straßenbahn
Unsere Lok (rechts im Bild) ist bedeutend schlanker als die "Dicke Berta" (links).
Nach dem Ende des Güterverkehrs auf der Kleinbahn Loh - Hatzfeld wurden beide Lokomotiven Anfang des Jahres 1980 nach Österreich an die Firma „Stern & Hafferl“ verkauft.
Die "Dicke Berta" hieß dort E 22.006, fuhr auf der Linzer Lokalbahn und wurde schon 2006 verschrottet.
Unsere Denkmal-Lok bekam die Bezeichnung E 24.010 und kam zunächst auf der Lokalbahn Neumarkt - Waizenkirchen - Peuerbach (NWP) als E 20 010 zum Einsatz. Ab 1982 befuhr sie die Lokalbahn Lambach - Vorchdorf-Eggenberg (LVE), bis kurz vor ihrer Rückkehr 2023 nach Wuppertal.
Die Lok im Lauf der Zeit
Unsere Lok, E 24 010, hat in der Woche vor ihrem Transport nach Wuppertal, am 26. Juli 2023, bei Stern & Hafferl in Österreich noch Schotterzüge transportiert. Die Lok ist heute noch betriebsbereit.
Anlieferung und Aufstellung am 01.08.2023
Über viele Jahre und in unzählbaren Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurde die Rückführung der Lok nach Wuppertal verfolgt und auf den Termin der Ausmusterung gewartet. Schwertransport und Kräne mussten organisiert, zudem ein Aufstellort gefunden werden.

Der Übergabebahnhof Wuppertal-Loh, der Streckenbeginn der Trasse Loh-Hatzfeld, hat hier beides vereint: Der lokale Bezug mit direkter Sichtverbindung zum Viadukt der Trasse, aber auch Bürgernähe und die eisenbahnhistorische Umgebung durch den erhaltenen Bahnhof, die Gleisanlagen der Draisinenstrecke, Signale und den Güterwagon.

Da die Oberleitung im Schönebecker Busch endete, war unsere Lok zu keiner Zeit direkt am Bahnhof Loh tätig. Für die von ihr bewegten Güter war der Bahnhof allerdings immer der Übergabepunkt zur Rheinischen Strecke.

Neben dem Erhalt und der Aufarbeitung dieses einmaligen Denkmals gibt es natürlich schon viele Pläne für die Zukunft. Dazu gehört ein Dach sowie eine Teillackierung in ihren ursprünglichen WSW-Farben.
Viele Fachzeitschriften und lokale Medien berichteten...
  • Großer Bahnhof für kleine Lok
    Nach vier Jahrzehnten: Lokrückkehr nach Wuppertal
    Eisenbahn-Kurier
    10/2023
  • Großer Bahnhof für kleine Lok
    Nachtrag zur Rückkehr von E 24 010 nach Wuppertal
    Eisenbahn-Kurier
    01/2024
  • E 24 010 von Stern und Hafferl zurück in die alte Heimat
    Eisenbahn-Revue International
    10/2023
  • E 24 010 zurück in die alte Heimat
    Schienenverkehr Aktuell
    9/2023
  • E-Lok für den Bahnhof Loh
    Radio Wuppertal
    01.08.2023
  • Eine 113 Jahre alte E-Lok, die die Wuppertaler Bahngeschichte prägte, hat am Bahnhof Loh ihre letzte Ruhestätte gefunden
    Westdeutsche Zeitung
    02.08.2023
  • Elektrolok schwebte zur Nordbahntrasse
    Wuppertaler Rundschau
    02.08.2023
  • Historische E-Lok zurück in ihrer Heimat Wuppertal
    WDR
    02.08.2023
  • ex Strecke Wuppertal-Loh - Wuppertal-Hatzfeld
    BAHN-REPORT
    5/2023
  • Methusalem in Österreich
    Eisenbahn-Magazin
    11/2023
  • Rückkehr als Denkmallok
    LOK Magazin
    10/2023
  • WSW-Oldtimer immer noch in Österreich aktiv
    WSW.info
Technik
Die Lok 608 als Zeitzeuge der elektrischen Eisenbahn
Als die Lok 608 im Jahr 1910 die Werkshallen der Münchner Maschinenfabrik J. A. Maffei verließ, war die elektrische Traktion noch längst kein Standard im Eisenbahnbetrieb.
Das Unternehmen von Werner Siemens hatte 1879 für die Berliner Gewerbeausstellung eine zweiachsige Elektrolokomotive präsentiert, die auf einem 300 Meter langen Rundkurs drei Wagen mit je sechs Personen ziehen konnte – sie gilt als erste praxistaugliche Elektrolokomotive der Welt. Zwischen diesem Anfang und der 608 lagen gerade einmal 31 Jahre.

Der Elektroantrieb war vor allem für den Personentransport in dicht bewohnten Gebieten attraktiv, wo Pferdeantrieb zu schwach und Dampfantrieb zu groß und zu schmutzig war. Genau dieses Profil traf auf das industriell verdichtete Barmen zu. Die Stadt entschied sich früh für den elektrischen Güterverkehr – und griff dabei auf die besten Hersteller der Zeit zurück: Der mechanische Teil der 608 stammte von J. A. Maffei in München, die elektrische Ausrüstung von den Siemens-Schuckert-Werken. Siemens hatte 1907 bereits 328 elektrische Lokomotiven geliefert – die Partnerschaft mit Maffei für die Barmer Lok war dennoch etwas Besonderes: Die 608 war die zweite jemals bei J. A. Maffei gebaute Elektrolokomotive – ein absolutes Einzelstück.

Die Schnittstelle zwischen Güter- und Personenbahn, die die Lok 608 bedienen musste, war dabei eine technische Herausforderung eigener Art. Mit ihrer Breite von 2,10 Metern entsprach sie dem Straßenbahnprofil und besaß neben den eisenbahntypischen Zug- und Stoßvorrichtungen auch eine Kupplung für Straßenbahnwagen – eine konstruktive Kompromisslösung, die den hybriden Charakter der gesamten Anlage widerspiegelt.

Technisch war sie für ihre Zeit bemerkenswert durchdacht. Die vierachsige Drehgestelllok mit der Achsfolge Bo'Bo' war zunächst für eine Fahrdrahtspannung von 600 Volt Gleichstrom ausgelegt, erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h und wog 33 Tonnen, was durch zusätzliche Gewichte realisiert werden musste. Die 600-Volt-Gleichstromtechnik war damals der De-facto-Standard für städtische Bahnsysteme – mehrere frühe Kleinbahnen in Süddeutschland setzten bereits in den 1890er Jahren auf Gleichspannung zwischen 550 und 600 Volt. Der Vorteil: Die Infrastruktur konnte mit dem bestehenden Straßenbahnnetz geteilt werden, was in Barmen auch tatsächlich so praktiziert wurde. Zu dieser Zeit befand sich die elektrische Energieversorgung noch in den Kinderschuhen - gerade einmal 19 Jahre zuvor wurde die erste Drehstrom-Fernübertragung (Lauffen–Frankfurt) erfolgreich demonstriert. So war zum damaligen Zeitpunkt nicht absehbar, dass man auch 100 Jahre später noch, mithilfe eines einfachen Gleichrichters, aus jeder Ortsnetzstation ein für die Lok passendes Gleichstromnetz erzeugen kann.

Später wurde von Stern & Hafferl auch der Betrieb mit 800V= ermöglicht. Bis heute sind Bahnstromsysteme von 550V= bis 800V= bei Stadtbahnen üblich und damit die Lok bis heute mit aktueller Bahn-Infrastruktur betriebsfähig, was eine gute Einschätzung bei den Entscheidungsträgern vermuten lässt.

Vier 48kW-Reihenschlussmaschinen mit Wendepolwicklung
(D 93 w/b) sind als Tatzlagermotoren mit Schraubfederabstützung bei der Lok ausgeführt und jeweils pro Drehgestell als Reihenschaltung zweier Maschinen kombiniert (bezeichnet als Motorgruppe I und II). Somit ist jede Maschine für die halbe Fahrdrahtspannung ausgelegt (Halbspannungsmotor). Die Drehzahl bei Stundenleistung beträgt 725 U/min (20 km/h) und 1.450 U/min bei Höchstgeschwindigkeit (40 km/h). Das Getriebe hat eine Übersetzung von 17 : 105. Auch wenn sich Achsanbindung und Motortyp zu heutigen Bahnantrieben unterscheidet, ist die Aufteilung der Antriebsleistung auf viele achsnahe Motoren bis heute ein üblicher Aufbau.

Vier Draht-Widerstandsbänke in den Vorbauten der Lok sind zentral über einen Schleifringfahrschalter mit zwei mechanisch gekoppelten Walzen zuschaltbar. Mithilfe von zehn Fahr- und fünf Bremsstufen können auch sensible Rangieraufgaben erledigt und Talfahrten verschleißarm durchgeführt werden. Die Fahrstufen 1 bis 6 betreiben dabei die Motorgruppen in Reihenschaltung, während die Fahrstufen 7 bis 10, sowie alle Bremsstufen, die Motorgruppen parallel schalten.

Den besten Wirkungsgrad haben die Fahrstufen 6 und 10, also jeweils die obersten einer Schaltungsart, da hier keine Widerstände vorgeschaltet werden und so die Lok unbedenklich im Dauerbetrieb gefahren werden kann.
Insbesondere bei Nutzung der Motorbremse wurde es zeitweise nötig, die Klappen der Vorbauten einen Spalt weit aufzustellen, da keine Zwangsbelüftung erfolgt und selbst der Fahrtwind kaum in den Aufbau der 608 gelangt. Die später produzierte Schwesterlok 610 wurde daher mit großen Lüftungsschlitzen an den Stirnseiten ausgestattet (siehe Foto im Seitenkopf), zudem bekam diese Lok auch eine Solenoid-Magnetschienenbremse um die lange Gefällestrecke Carnaper Straße und Steinweg mit den schweren Kohlewagons bewältigen zu können.

Zu dem 16-Stufigen Fahrschalter gibt es einen Wendeschalter mit sieben Positionen. Mit ihm können Fahrtrichtung und die Motorgruppe (I, II oder I+II) gewählt werden. Durch besteht die Möglichkeit, die Traktionsleistung durch das Abschalten einer Motorgruppe (statt durch Vorschalten von Widerständen) zu reduzieren. Damit ist der Teillastbetrieb effizienter und ein Notbetrieb mit nur einer Motorgruppe möglich, indem eine defekte Motorgruppe samt zugehörigem Fahrschalter abgeschaltet werden kann.

Die übrige Elektrik der Lok beschränkt sich auf Beleuchtung und einen 3kW-Kolbenkompressor sowie eine Innenraumheizung. Erst in den frühen 1970ern wurde durch Leistungselektronik ein Herabsetzen von Gleichspannung industriell effizient möglich, weshalb die Beleuchtung der Lok direkt aus der Fahrdrahtspannung betrieben werden musste und bis heute wird. Da Glühlampen mit derartiger Betriebsspannung (600V bis 800V) eine Sonderanfertigung gewesen wären und zudem wegen der Erschütterungen des Aufbaus Glühlampen mit dickeren Wolframfäden und damit niedrigerer Betriebsspannung besser geeignet sind, wurden immer sechs 120V Glühlampen in Reihenschaltung betrieben. Zwischenzeitlich gab auch es eine beleuchtete Linienbezeichnung (einen Filmkasten wie für eine Rollbandanzeige) für den Mischbetrieb mit der Straßenbahn und der permanenten Aufschrift „Güterzug“ mittig über dem Fahrerstand. Zwischen der Innenraumbeleuchtung und der Linienbezeichnung konnte umgeschaltet werden, sodass, zusammen mit den beiden Zugspitzlichtern, die Anzahl der Glühlampen in Reihe immer sechs ergab. Aus diesem Grund findet sich in der Lok eine etwas übertrieben wirkende, vierflammige Innenraumbeleuchtung, die die fehlenden Glühlampen zum Erreichen der Fahrdrahtspannung bereitgestellt hat.
Das Zweilicht-Spitzensignal wurde erst in späteren Betriebsjahren zu einem heute üblichen Dreilicht-Spitzensignal vervollständigt, was bezüglich der ursprünglichen Reihenschaltung mit einem weiteren Umschalter gelöst wurde. So zeugt bis heute die Elektrik von der bewegten Geschichte einer Lok, die in ihrem Leben Straßenbahn und Güterverkehrslokomotive sein musste.
Durch die höhere Fahrdrahtspannung (800V +20% / -30%) bei Stern & Hafferl wurden in Österreich die Glühlampen gegen 160V-Typen getauscht, ansonsten die Schaltung aber nahezu im Ursprungszustand belassen. Ebenfalls für den Betrieb in Österreich wurde der Pantograf hochgesetzt. Durch die höhere Spannung wurde die elektrische Antriebsleistung der Lok von 4x48kW auf 4x70kW erhöht und zur Kontrolle wurden Anzeigen für Strom und Spannung eingebaut.

Für den Betrieb der in den sechziger Jahren nachgerüsteten Rundumkennleuchten, wurde erstmals eine Batterie in die Lok eingebaut, die später durch eine Lichtmaschine am Kompressor auch aus dem Fahrdraht geladen werden konnte. Bei Stern & Hafferl wurde die Lok mit moderner Betriebstechnik wie Funk und GPS ausgestattet, weshalb ein elektronischer Wandler ein 12V-Netz zur Verfügung gestellt hat. Diese Technik wurde aber vor dem Verkauf zurückgebaut, lediglich die GPS-Antenne ist heute noch vorhanden und von außen erkennbar.

Die Innenraumheizung wurde durch zwei große Widerstände realisiert. Erst später wurde ein leistungsstarker Heizlüfter als zusätzliche Heizung eingebaut. Beides ist heute noch betriebsbereit.

Die Druckluftanlage war zunächst nur für den Betrieb der indirekten Druckluftbremse, der Sandstreueinrichtung, der Signalpfeife und einer Rasselglocke vorgesehen.
Die Anlage wurde im Leben der Lok aber immer weiter ausgebaut. Zunächst durch eine Zusatzbremse (direkte Druckluftbremse), dann durch pneumatische Scheibenwischer, und später erfolgte die Erweiterung mit einer Zeit-Sicherheitsfahrschaltung (Sifa), die Zugbremse und Hauptschalter auslösen konnte, wenn der Fahrer mehr als sechs Sekunden nicht am Fahrschalter stand und das Fußpedal betätigt hielt.
Stern & Hafferl erweiterte die Lok um einen abnehmbaren, seitlichen Balkon, damit, trotz der schlanken Bauart, der Zug vom Fahrer aus einsehbar war. Auch der Balkon bekam ein Sifa-Pedal.
Das Bremssystem entspricht heute einer gängigen Knorr-Bremse und ist noch voll funktionstüchtig. Neben der Druckluftbremsanlage verfügt die Lok über eine Handbremse mit Handrad und hat somit in Summe drei unterschiedliche Bremsmöglichkeiten, wobei die elektrische Widerstandsbremse nur in Ausnahmefällen genutzt wurde und die Handspindelbremse als Feststellbremse diente.
Widerstandsbank
Verschiedene Drahtwiderstandskombinationen können den Motoren vorgeschaltet werden
Kompressor
Der Knorr VV64/100 Kompressor erzeugt 1000 Liter Druckluft pro Minute
Fahrschalter
Für die Steuerung ist mit nur ein Handrad mit 16 Stufen nötig
Walzen des Fahrschalters
Der Schleifringfahrschalter mit je einer Walze pro Motorgruppe
Druckschalter des Kompressors
Der Hauptluftbehälter wird durch den Schalter zwischen 6 und 8 bar gehalten
Überspannungsableiter
Ein Kathodenfallableiter (hinten im Bild) und ein Hörnerableiter (vorne) mit Luftdrossel dienen dem Überspannungsschutz
Spannungsteiler und Shunt
Für die Anzeigen von Fahrstrom und Fahrspannung
Zahnräder der Handbremsanlage
Die Handspindelbremse dient als Feststellbremse
Hauptschalter des Kompressors
Ein 3-kW-Motor von Hans Still treibt den Kompressor an
Antworten auf die häufigsten Fragen:
Weitere Informationen zur Strecke:
  • Filmvorschau auf Youtube
    MLHF: Die Kleinbahn Loh-Hatzfeld - Eisenbahnen im Bergischen Land
  • Fotos und weitere Informationen
    Güterverkehr auf bahnen-wuppertal.de
  • LOK Report
    "Schwebe-Lok" in Wuppertal - Nach 43 Jahren zurück an die Nordbahntrasse
  • Eisenbahnchronik Bergisches Land
    Eisenbahnchronik Bergisches Land - Band 2
Bildquellen
  • Hintergrundbild Seitenkopf: Wolfgang R. Reimann
  • Hintergrundbild Kohlenlieferung Am Clef: Sammlung Wilfried Harder
  • Hintergrundbild Becherwerk: Sammlung Wilfried Harder

  • Lok auf Hatzfeld: Michael Malicke
  • Abholung Kesselwagen: Klaus Hoffmann
  • Kreuzung Winchenbachstr.: Eduard Bouwman / Sammlung Bernhard Terjung

  • Großbild Loks auf WSW-Gelände: Klaus Hoffmann

  • Lok im Güterverkehr: Hans-Jürgen Vorsteher
  • Lok nach der Aufarbeitung: Hans-Günter Bunse
  • Anschluss Herberts: Klaus Hoffmann
  • Transport zu S&H: Klaus Hoffmann
  • Kohlezug S&H: Gunter Mackinger
  • Bahnsteig S&H: Gunter Mackinger

Alle neueren Fotos und Detailaufnahmen auf dieser Seite sind von den tatkräftigen Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte und Draisinen:

Rolf Dellenbusch, Peter Haering und Klaus Teders



Wir bedanken uns bei allen Fotografen für die gelungenen Einblicke

und die historisch wertvolle Dokumentation!